Über Herchen

Hier finden Sie in Kürze viel mehr Informationen über Sehenswürdigkeiten in Herchen, und die Geschichte und Entwicklung vom staatlichen anerkannten Erholungsort.

 

Eine
kurze Geschichte
des Dorfes
an der Sieg

 Von Wolf-Rüdiger Weisbach

 

EINE GÖTTIN ALS PATIN?

Herchen wurde urkundlich erstmalig in einer Urkunde des Papstes Innozenz d.2. vom 31.März 1131 erwähnt. Sie bestätigt, dass die katholische Pfarrgemeinde dem Cassiusstift Bonn „zugehörig“ sei. Wahrscheinlich war aber der Ort Schon wesentlich früher Stätte eines Opfersteins der germanischen Göttin Hera. Der Namen „Herchen“ soll auf diese Göttin zurück geführt werden. Es soll aber schon zur Römerzeit eine Opferkapelle am Platz der jetzigen katholischen Kirche gestanden haben.

Ansicht von Herchen mit katholischer Kirche um 1850 (Kupferstich nach einer Zeichung von C. Hohe) Herchen heute: mit evangelischer und katholischer Kirche
Ansicht von Herchen mit katholischer Kirche um 1850 (Kupferstich nach einer Zeichung von C. Hohe) Herchen heute: mit evangelischer und katholischer Kirche

Diese Ansicht könnte bestärkt werden durch eine römische Heerstraße sechs km von Herchen entfernt auf den Höhen der jetzigen Nutscheid. Eine Straße, die schon Ptolemäus im 2.Jahrhundert auf einer seiner Fahrten vermerkt haben soll (H.J. Wirths). Auf dieser Straße sei Varus mit seinen Legionen in den Teutoburger Wald gezogen. Zwischen dieser Straße und dem „Mauspfad“, – einem Handelsweg zwischen Köln und dem Süden Europas bestand eine Verbindungsweg der in Herchen über eine Furt die Sieg querte. Ein Grund mehr für die Bedeutung Herchens in der Vergangenheit. Andere Quellen sehen Herchen als eine Gründung der Alemannen an, die z.Zt. Karls des Großen in dieses Gebiet kamen. So vielseitig, wie die Entstehungstheorien Herchens, sind auch die Namensbezeichnungen: Herkingen, Herchlingen, Herlichingen, Herechingen und endlich Herchingen, wie es auf einer alten zu finden ist.

 

... Fortsetzung folgt bald ...